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Kooperation zwischen Lehrstuhl und Universitätsklinik wird mit Medical-Valley-Award ausgezeichnet

Logo des Medical Valley Awards

Bereits seit Frühjahr 2017 arbeiten die Teams um Prof. Dr. Alexander Brem des Lehrstuhls für Technologiemanagement und Prof. Dr. med. Christoph Alexiou, Leiter Sektion für Experimentelle Onkologie und Nanomedizin (SEON), zusammen an einem Projekt. Ziel der Kooperation ist es, besser verträgliche bzw. sichere Kontrastmittel für die Kernspintomographie (MRT) auf den Markt bringen soll.

Den Startpunkt hierfür setzten Dr.-Ing. Harald Unterweger und Dr. rer. nat. Rainer Tietze, Experten nanopartikulärer Systeme für biomedizinische Anwendungen. Dr. Unterweger entwickelte im Rahmen seiner Doktorarbeit ein Kontrastmittel mit superparamagnetischen Eisenoxid-Nanopartikeln, das im Unterschied zu den meisten anderen Kontrastmitteln, nicht auf dem toxischen Gadolinium basiert und somit deutlich verträglicher ist. Aufgrund der aktuellen Kontroverse um Gadolinium im medizinischen Einsatz wurde exakt der Nerv der Zeit getroffen. „Das muss schnellstmöglich auf den Markt!“ begeistert sich Prof. Dr. Alexander Brem. „Nach einem zufälligen Kennenlernen vor zwei Jahren sind die Kollegen auf uns zugekommen und haben uns dieses spannende Projekt vorgestellt. Seither unterstützen wir in allen wirtschaftlichen und unternehmerischen Fragen.“ Als Ergebnis konnte ein Businessplan erstellt werden, auch gemeinsame Förderanträge wurden bereits erarbeitet. Das Highlight war natürlich die Pitch-Präsentation im Rahmen des Medical Valley Award. „Das ganze Know-how zu diesem Projekt in wenige Minuten zu fassen war eine echte Herausforderung. Der Erfolg gibt uns letztendlich recht“, fasst Dr. Harald Unterweger seine Erfahrung zusammen.

Das Besondere an dieser Kooperation ist, dass sich um eine wirklich interdisziplinäre Arbeit handle: Nanotechnologie, Lebensmittelchemie und Wirtschaft. „Nur so konnten wir unser Projekt voranbringen und eine Ausgründung anvisieren.“ beschreibt Dr. Tietze.

Das gemeinsame Projekt wurde nun mit dem Medical Valley Award ausgezeichnet. Der Preis wird vom Bayrischen Staatsministerium für Wirtschaft, Medien, Energie und Technologie an akademische Forschungsprojekte in der Gesundheitswirtschaft aus Bayern mit großem Ausgründungspotenzial vergeben. Die Förderung beträgt 250.000 € über eine Laufzeit von zwei Jahren.

Professor Alexiou sieht in der Zusammenarbeit noch viel Potential für die Zukunft: „Wir als medizinische Forscher brauchen Partner, die uns bei der möglichst schnellen Kommerzialisierung helfen. So jemanden sozusagen inhouse an der FAU zu finden ist umso erfreulicher und lässt mich auf viele weitere spannende Ausgründungen hoffen!“.

Wir freuen uns über die Auszeichnung und finanzielle Unterstützung und auf die weitere fruchtbare Kooperation!